Die Jugend- und Juniorenmeisterehrung 2025 in der Sportschule Warnemünde zeigte eindrucksvoll, wie vielseitig und leistungsstark der Nachwuchs in Mecklenburg-Vorpommern aufgestellt ist.
Glanzvoller Rahmen in Warnemünde
Gemeinsam mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport M-V zeichnete die Sportjugend M-V 166 junge Athletinnen und Athleten aus, die 2025 Deutsche Meistertitel erringen oder auf internationaler Bühne herausragende Ergebnisse erzielen konnten. Ministerin Stefanie Drese, LSB-Präsident Andreas Bluhm und Sportjugend-Vorsitzender Theo Hadrath überreichten die Auszeichnungen in der festlich geschmückten Sportschule Warnemünde. Künstlerische Beiträge unter anderem vom Wasserspringerclub Rostock e.V., dem Hanseturnverein Rostock e.V. und den Schwert-Greifen Rostock gaben der Feierstunde einen lebendigen und jugendnahen Rahmen.
Besonders erfolgreiche Sportarten und Vereine
In der Breite der Erfolge stachen vor allem Boxen, Rudern, Wasserspringen, Radsport und Leichtathletik hervor. So präsentierte der BC Traktor Schwerin mit Athletinnen und Athleten wie Calvin Matern, Penelope Grochau, Laura Lipfert oder Mara Eichhorn gleich mehrere Deutsche Jugendmeister, teilweise ergänzt durch internationale Spitzenplatzierungen. Ebenfalls stark vertreten war der ESV Waren im Drachenbootsport mit einer großen Gruppe erfolgreicher Juniorinnen und Junioren um Finn Luca Bartke.
Im Wasserspringen sammelte der Wasserspringerclub Rostock e.V. mit Emily Steinhagen, Jella Kiphut, Juliana Mank, Mahi Gruchow, Iven Prenzyna und Finn Awe gleich mehrere Deutsche Meistertitel sowie Medaillen und Finalplätze bei Junioren-Europameisterschaften. In der Leichtathletik überzeugten unter anderem Michal Fatyga und Emily Scherf (SC Neubrandenburg) sowie Johanna Martin und Pauline Richter (1. LAV Rostock) mit DM-Titeln und starken Auftritten bei der U20-EM. Im Volleyball zeigte der Schweriner SC mit dem U16-Team um Jette Maxima Leichert, Nele Hecht und Smilla Marie Bobzin, warum Schwerin bundesweit zu den Top-Adressen im Nachwuchs-Volleyball zählt.
Athletinnen und Athleten auf internationaler Bühne
Mehrere Nachwuchssportlerinnen und -sportler machten 2025 auch international von sich reden. Im Radsport holte Max-David Briese (PSV Rostock) EM- und WM-Medaillen in der Teamverfolgung, während Finn-Liam Petterson (SV 24 Dassow) und Julius Porthun (PSV Schwerin) mit Podestplätzen bei Junioren-Europameisterschaften glänzten. Im Reitsport beeindruckte Amari Santamaria Diaz (SG Groß Quassow) mit einem starken Auftritt bei den Junioren-Weltmeisterschaften im Voltigieren, und im Wasserski setzte Nele Scholz (Wasserskiclub Luzin Feldberg) mit DM-Titeln und Topplatzierungen bei U21-EM und -WM ein Ausrufezeichen.
Im Para- und Goalballsport sorgten Talente wie Morice Küntopp, Kilian Kollrep, Isabell Graul (Rostocker Goalballclub Hansa) sowie Davis Hartwig und Florian Krüger (VfL Blau-Weiß Neukloster) mit Erfolgen bei der JEM U19 und den European Para Youth Games für internationale Aufmerksamkeit. Ergänzt werden sie durch Athletinnen wie Judith Pein (Para Schwimmen, SG PSV-MFZK Schwerin) und Felix Blankenhaus (Para Leichtathletik, SG 03 Ludwigslust), die mit DM-Titeln und internationalen Einsätzen die Leistungsfähigkeit des inklusiven Sports im Land unterstreichen.
Trainerleistungen im Fokus
Hinter all diesen Erfolgen stehen hoch engagierte Trainerinnen und Trainer. Im Boxen sind es unter anderem Sebastian Zbik, Andy Schiemann, Abdelali Hajiri und Dieter Berg, die beim BC Traktor Schwerin junge Talente Schritt für Schritt an die nationale Spitze führen. Im Drachenbootsport verantworten Ingo Warnke und Ines Spie-Falge die Erfolge der Warener Mannschaften, während im Gewichtheben und Kraftdreikampf Trainer wie Sandrino Herder (Greifenpower e.V.), Michael Pyritz und Ronny Schröder (FSV Blau-Weiß Bergen) wichtige Aufbauarbeit leisten.
In der Leichtathletik prägen Trainerpersönlichkeiten wie Thomas Peucker und Claudio Stoessel (SC Neubrandenburg), Dr. Birger Voigt (1. LAV Rostock) und Thomas Springstein (OSL Rostock) den Weg von der Talentsichtung bis zu internationalen Einsätzen. Im Wasserspringen tragen unter anderem Michail Sachiashvili, Lucas Orlowski, Wenke Warninck und Slava Khamulkin entscheidend dazu bei, dass Rostock seit Jahren zu den besten Nachwuchszentren Europas gehört.
Kinder- und jugendfreundliche Sportvereine 2025
Im Rahmen der Ehrung wurden auch die Preisträger des Wettbewerbs „Kinder- und jugendfreundlicher Sportverein 2025“ gewürdigt. In der Kategorie I (bis 150 Mitglieder) belegte der Eishockeyverein Neubrandenburg e.V. („Neubrandenburg Blizzards“) den 1. Platz, gefolgt vom Leichtathletikverein Waren/Müritz e.V. und dem Reit- und Fahrverein Strameuß e.V. In den weiteren Kategorien wurden der SV Abtshagen, der Spiel- und Sportverein Kritzmow, der Yachtclub Wismar von 1897, die Hochschulsportgemeinschaft Universität Greifswald, der TSV Friedland 1814, der SV Blau-Weiß Grevesmühlen sowie der Kreis-Leichtathletik-Verband Ludwigslust-Parchim ausgezeichnet.
Damit macht die Sportjugend deutlich, dass Wertevermittlung, Beteiligung und ein modernes Vereinsklima genauso wichtig sind wie Medaillen und Rekorde.
Dank an Organisationsteam und Athleten
Ein besonderer Dank gilt dem Organisationsteam der Sportjugend M-V und den Mitarbeitenden der Sportschule Warnemünde, die einen professionellen und zugleich familiären Rahmen für die Ehrung geschaffen haben. Durch die sorgfältige Vorbereitung, das abwechslungsreiche Programm und das Miteinander von Sport, Kultur und Begegnung wurde ein Abend ermöglicht, der den Stellenwert der Nachwuchsleistungen sichtbar macht.
Vor allem aber dankt die Sportjugend allen Athletinnen und Athleten, ihren Familien, Trainerinnen und Trainern sowie den Vereinen, die durch ihr tägliches Engagement erst die Basis schaffen, um einen solchen Rahmen der Wertschätzung überhaupt erleben zu können.

