TV-Spot "Anrufen hilft" des UBSKM

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Hinweis: Vereine/Verbände dürfen den Spot als Verlinkung auf ihrer Website platzieren.

Prävention & Intervention

Achtsamkeit & Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport (ASsG)

Mit seiner großen Angebotsvielfalt bietet der Sport Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen viele Möglichkeiten, sich auszuprobieren und ihre eigenen Talente und Leidenschaften zu entdecken. Junge Menschen lernen dabei sowohl Eigenverantwortung zu übernehmen als sich auch mit anderen im Team verbunden zu fühlen. Diese Nähe und Bindung kann jedoch missbraucht werden und birgt dann das Risiko sexueller Übergriffe.

Damit Kinder und Jugendliche ihre Persönlichkeit im und durch Sport entwickeln können, müssen sie vor Gewalt geschützt werden, seien sie physischer, psychischer oder sexualisierter Art! Eine Voraussetzung dafür ist eine Kultur der Aufmerksamkeit und des Handelns von Verantwortlichen.

In der linkstehenden Navigation erhaltet ihr vielfältige Unterstützungs-angebote, um in euren Sportvereinen/-verbänden eine Kultur der Achtsamkeit zu schaffen.

Auf diese Weise können wir Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene gemeinsam - im Sinne einer gelingenden Prävention und Intervention - vor sexualisierter Gewalt im Sport schützen.

AKTUELLES

Das Präventionskonzept des LSB M-V steht

Auf der Mitgliederversammlung des DOSB am 04.12.2010 in München wurde die Erklärung „Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport – Vorbeugen und Aufklären, Hinsehen und Handeln!“ (Münchner Erklärung) verabschiedet.

Dadurch wurde die Prävention von und Intervention bei sexualisierter Gewalt im Sport noch stärker als zentrales Thema im organisierten Sport in Deutschland verankert. In der Münchner Erklärung sind Selbstverpflichtungen des DOSB und seiner Mitgliedsorganisationen zum Umgang mit sexualisierter Gewalt festgehalten.

Die dsj entwickelte daraufhin ein Stufenmodell mit Bausteinen, die Jahr für Jahr von den Landessportbünden und Spitzenverbänden erfüllt werden und bis zum 31.12.21 abgeschlossen sein müssen, sonst werden Zuwendungen der dsj nicht mehr gewährt.

So begann 2019 auch der LSB M-V, das Stufenmodell umzusetzen, welches den Schutz von Kindern und Jugendlichen bei verbandseigenen Maßnahmen erhöht und zur Aufklärung, Information und Sensibilisierung intern und extern dient sowie eine Kultur des bewussten Hinsehens und Hinhörens intern und extern fördert.

Der LSB M-V hat bereits zur Jahresmitte alle Bausteine des Konzepts erfüllt und eingereicht.

Auf dieser Seite findet man rechts die Kontaktdaten der Präventionsbeauftragten, an die man telefonisch, schriftlich oder persönlich Anfragen richten kann. Auf der linken Seite kann man unter dem Link „Materialien“ u.a. die für das Stufenmodell durch den LSB M-V erarbeiteten Arbeitshilfen wie Risikoanalyse, Verhaltensweisen sowie den Handlungs- und Interventionsleitfaden finden. Sie können allen Mitgliedsorganisationen, die noch kein Präventionskonzept haben, als Grundlage dienen. Der Link „Qualifizierung“ bietet Sportvereinen und -verbänden 3 verschiedene Möglichkeiten, sich dem Thema ASsG zu nähern: Kurzschulungen in Präsenz durch das Lehrteam ASsG des LSB M-V, Inhouse-Schulungen durch Referenten der AG ASsG und das Selbststudium über ein Qualifizierungsmodul der dsj.

Im Juli gab es eine Facebook- Kampagne mit Stimmen aus unterschiedlichen Perspektiven des Sports zur Bedeutung des Themas bei jungen Engagierten und haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern unterschiedlicher Mitgliedsorganisationen.

Seit Beginn des Jahres ist das Thema ASsG fester Bestandteil aller LSB-Lizenzausbildungen mit 3 Unterrichtseinheiten im Grundkurs. Darüber hinaus werden weitere Ehrenamtliche wie Teamer und Juniortrainer qualifiziert. Noch in diesem Jahr satartet die Qualifizierung hauptamtlicher Mitarbeiter der Mitgliedsorganisationen des LSB M-V, beginnend mit den Stadt- und Kreissportbünden.

Unter „Beratungsstellen“ hat der LSB M-V Anlaufstellen vor Ort, bundesweite telefonische Hilfsangebote und starke Initiativen und Projekte veröffentlicht, an die man sich kostenfrei, anonym und unverbindlich wenden kann. Der LSB M-V unterhält ein kooperatives Netzwerk mit dem Kinderschutzbund des Landes und der Referenten- AG ASsG.

Alles in allem ist der LSB M-V sehr gut zu diesem Thema aufgestellt. Das Erstellen eines Präventionskonzepts ist jedoch nicht der Abschluss dieses Themas, sondern es stellt eine Daueraufgabe dar, die routiniertes Alltagsgeschäft in allen Vereinen, Verbänden und Bünden werden muss. Der LSB M-V beteiligt sich nicht zuletzt aus diesem Grund gemeinsam mit anderen Landessportbünden an der bundesweiten Breitensport-Studie „SicherImSport“, um Sportvereine noch sicherer und verlässlicher für Vereinsmitglieder zu machen. Jedes Vereinsmitglied ab 16 Jahren ist aufgerufen, sich daran zu beteiligen, um bessere Erkenntnisse für die Prävention von und Intervention bei sexualisierten Grenzverletzungen, Belästigungen und Gewalt im organisierten Sport gewinnen zu können.

Hier geht es zur Befragung: https://ww2.unipark.de/uc/Vereinsmitgliederbefragung_SicherImSport/

Studie „SicherImSport“ gestartet

1. Schritt: Online-Befragung zu Erfahrungen mit sexualisierter Grenzverletzung, Belästigung und Gewalt im organisierten Sport

Die wissenschaftliche Studie „SicherImSport“ der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie des Universitätsklinikum Ulm und der Bergischen Universität Wuppertal soll aufdecken wie häufig es im Breitensport zu Belästigung und (sexualisierter) Gewalt kommt und wie sich Tatumstände darstellen.

In Kooperation mit den Landessportbünden Nordrhein-Westfalen, Berlin, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Baden-Württemberg, Hessen, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wird bis Ende 2021 diese dreistufige Studie durchgeführt. Der LSB M-V e.V. setzt das erste Modul um, in dem es um die Erfassung von Erfahrungen sexualisierter Grenzverletzungen, sexualisierter Belästigung und Gewalt in Sportvereinen im Rahmen einer Online-Befragung von Sportler:innen ab 16 Jahren geht. Dabei wird auch den Fragen nachgegangen, inwiefern sexualisierte Gewalt mit anderen Gewaltformen, wie z.B. emotionaler und körperlicher Gewalt, einhergeht und in welchen Settings oder Konstellationen sie auftreten. Die anonymisierten Forschungsergebnisse sollen helfen Präventions- und Interventionskonzepte zu schärfen und Sportvereine als verlässliche und sichere Orte für Vereinsmitglieder stärken.

Hintergrund: Sportvereine und -verbände haben sich in den letzten Jahren sehr für den Schutz von Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen vor Gewalt engagiert. Dennoch ist aus Studien mit Leistungssportler:innen bekannt, dass es in Zusammenhang mit Sport häufig auch zu Gewalt und Grenzverletzungen kommt. Bislang fehlen jedoch Studien, aus denen abgeleitet werden kann, welche Aspekte die Entstehung von sexualisierter und anderer Formen von Gewalt im gemeinnützig organisierten Vereinssport begünstigen und wie Vereine und Verbände mit Grenzüberschreitungen umgehen.

Zur Online-Befragung der "SicherImSport"-Studie

Weitere Informationen zur "SicherImSport"-Studie

Präventionsbeauftragte

Sportjugend M-V im LSB M-V
Abt.leiterin Bildung/Jugend
Kerstin Mai
Wittenburger Str. 116
19059 Schwerin

Tel.: 0385 - 7617640
E-Mail: k.mai@lsb-mv.de

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